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Blauer Portugieser (20)

Blauer Portugieser ist eine alte rote Rebsorte, die hauptsächlich in Deutschland, Österreich und Südosteuropa (wie z.B. Ungarn und Rumänien) kultiviert wird. Aus diesem Grund hat der Rotwein eine Vielzahl von Synonymen. So ist Blauer Portugieser unter anderem in Österreich als Vöslauer und in Ungarn als Kékoporto bekannt.

In sowohl Deutschland als auch Österreich belegt Blauer Portugieser den dritten Platz der roten Rebsorten. Der Anbau konzentriert sich in Deutschland vor allem auf die Weinanbaugebiete Pfalz und Rheinhessen, während in Österreich das Weinviertel und die Thermenregion (Niederösterreich) im Fokus stehen.

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Blauer Portugieser - Eigenschaften des vinifizierten Weins

Der Blauer Portugieser-Traube entstammen meistens leichte, säurearme Weine in kirschroter Farbe, die Aromen von Beeren und Kräutern aufweisen. Weine aus Blauer Portugieser gelten als frisch, unkompliziert und leicht zu genießen, was sie zu beliebten Schoppenweinen macht. Sie passen hervorragend zu leichten Gerichten wie Schnitzel und milden Käsesorten.
Durch ertragsreduzierten Anbau können jedoch auch kräftige, körperreiche Rotweine höherer Qualitätsstufen aus Blauer Portugieser-Trauben gewonnen werden, wenn eine lange Maischegärung und Barrique-Ausbau angewandt wird.

In Rheinhessen ist Blauer Portugieser zum Beispiel für die Herstellung von Selektionsweinen zugelassen. Diese Rebsorte reift früh und zeigt ein hohes Wuchsvermögen. Daher ist eine kontrollierte Ertragseinschränkung unerlässlich, um qualitativ hochwertige Weine zu erzeugen.

Es wird vermutet, dass der Blaue Portugieser nicht wirklich eine portugiesische Traube ist. Trotz alledem begeistert er: Die frischen, milden Weine sind ideal für einen Sommerabend im Freien.

Blauer Portugieser: Rotwein in seiner besten Form

Blauer Portugieser zählt zu den beliebtesten und bekanntesten Rebsorten in Deutschland. Obwohl die Anbaufläche seit einiger Zeit zurückgeht, bleiben noch etwa 4500 Hektar bestehen. Es scheint, dass es etwas Besonderes an diesem Wein gibt, das zu seinem Erfolg beiträgt.

Der Blaue Portugieser als alte Rebsorte mit Geschichte

Hat der Blaue Portugieser wirklich portugiesische Wurzeln?

Der Blaue Portugieser gehört zu den alten Rotweinsorten. Die Herkunft aus Portugal ist jedoch umstritten. Einer Legende nach brachte ein österreichischer Gesandter zwischen 1770 und 1780 diese Rebsorte aus dem Süden nach Niederösterreich. Tatsächlich ist die Traube in Portugal jedoch vollkommen unbekannt.

Daher liegt die Vermutung näher, dass Blauer Portugieser seinen Ursprung in Österreich hat oder bereits dorthin importiert wurde, bevor es Sortenlisten gab. Über Jahre hielten sich Spekulationen, dass es sich um die gleiche Rebsorte wie das portugiesische Moreto de Alentejo handelt. DNA-Analysen beweisen mittlerweile jedoch das Gegenteil.

Blauer Portugieser in Deutschland

Ursprünglich wurde die Traube in Österreich und Ungarn angebaut. Von dort fand sie ihren Weg nach Deutschland: 1880 brachte der Apotheker Johann Philipp Bronner die Rebe in seine Heimat, um sie dort zu kultivieren. Dies führte jedoch auch zur Verdrängung anderer alter Rebsorten in Deutschland.

Heute ist Blauer Portugieser, gemessen an der Anbaufläche, die drittwichtigste Rotweinsorte in Deutschland, wie das Deutsche Weininstitut bestätigt. Sie folgt unmittelbar auf Spätburgunder und Dornfelder.

Welche Weine entstehen aus dem Blauen Portugieser?

Von intensiven Fruchtaromen bis zu zartem Rosé

Aus der Rebsorte Blauer Portugieser entstehen häufig rubinrote Weine mit einem feinen, floralen Bukett. Sie zeichnen sich durch Frische, Leichtigkeit und unkomplizierte Handhabung aus und haben eine milde Säure. Der Blaue Portugieser präsentiert sich am Gaumen weich, hat kaum Tannine und einen geringen Alkoholgehalt. Die fruchtigen Aromen reichen von roter Johannisbeere und Sauerkirsche bis hin zu Preiselbeere, Himbeere und Erdbeere.

Neben der typischen frischen Eleganz kann der Blaue Portugieser jedoch auch als kräftiger, ausdrucksvoller Rotwein mit intensivem Körper auftreten. Wenn er sorgfältig vinifiziert wird und in einem Barriquefass reifen darf, entstehen dunkle und lagerfähige Weine.

Genuss des Blauen Portugiesers

Der Blaue Portugieser wird vor allem zu unkomplizierten Alltagsweinen verarbeitet, die besonders im Sommer populär sind. Auch die Herstellung von hellem Weißherbst oder Rosé ist möglich. In dieser Form eignet er sich hervorragend für die Zubereitung einer Weinschorle, die erfrischend an warmen Tagen ist.

Blauer Portugieser passt hervorragend zu einer Vielzahl von Gerichten. Als kräftiger Rotwein harmoniert er gut mit Wildgerichten oder aromatischen Käsesorten, aber auch mit Suppen und Grillgerichten. Rosé oder Weißherbst stellen allein ebenfalls eine Bereicherung für viele Anlässe dar.

Dank der wenigen Tannine kann der Blaue Portugieser bereits in jungen Jahren genossen werden. Seine überzeugende Frische sorgt zudem dafür, dass viele Weinkenner ihn kühler servieren als andere Rotweine: Gewöhnlich sind 14 bis 16 Grad Trinktemperatur ausreichend, beim Rosé sogar nur 9 bis 13 Grad.

Interessantes zur Rebsorte Blauer Portugieser

Was genau ist der Blaue Portugieser?

Der Blaue Portugieser ist eine alte, ertragsstarke und milde Rebsorte. In Deutschland und Österreich gehört sie zu den favorisierten Sorten. Blauer Portugieser gilt als leichter und unkomplizierter Alltagswein mit meist rubinroter Farbe, sanftem Bukett und beerigen Fruchtaromen. Die Palette reicht von kräftigen Rotweinen bis hin zu Rosé und Weißherbst.

Wie sehen die Reben des Blauen Portugiesers aus?

Blauer Portugieser weist gelbes bis leicht rötliches Holz mit feinen Streifen auf. Die großen, grün glänzenden Blätter sind grob gezähnt. Die rundlichen, dicht wachsenden Beeren präsentieren sich in einem Farbton von hellrot bis blauviolett.

Wo wird der Blaue Portugieser kultiviert?

Das größte Anbaugebiet befindet sich in Niederösterreich. In Deutschland sind die Pfalz, Rheinhessen und die Ahr bedeutende Regionen für den Anbau des Blauen Portugiesers. Inzwischen hat die Sorte auch in Ländern wie Chile, Kroatien und den Vereinigten Staaten Einzug gehalten.

Welche Anforderungen hat Blauer Portugieser an den Weinberg?

Der Blaue Portugieser gedeiht am besten auf feuchten, kühlen und schweren Böden. Flache Lagen bereiten ihm keine Schwierigkeiten. Da die Sorte recht früh austreibt, erfolgt die Lese meist bereits in der ersten Septemberhälfte und bringt hohe Erträge.

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