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Blanc de Noir (52)

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Die Faszination des Weins liegt nicht nur in seinen abwechslungsreichen Aromen und Geschmäckern, sondern auch in der Art seiner Produktion. Ein besonderer Wein, der zunehmend an Beliebtheit gewinnt, ist der Blanc de Noir. Im Unterschied zu vielen anderen Weißweinen wird dieser aus dunklen Trauben gekeltert. Auf dieser Seite erhältst Du umfassende Informationen über die Besonderheiten und den unverwechselbaren Geschmack von Blanc de Noir Weinen.

Was ist Blanc de Noir?

Blanc de Noir ist kein Rotwein, sondern wird als Weißwein aus roten Trauben klassifiziert und stellt eine faszinierende Kategorie innerhalb der Weine dar. Er zeichnet sich durch seine einzigartige Herstellungsweise aus. Der Ausdruck stammt aus dem Französischen und lässt sich wörtlich mit „Weiß aus Schwarz“ übersetzen, was darauf hinweist, dass der Wein aus dunklen, roten Trauben gewonnen wird. Aufgrund einer speziellen Verarbeitung bleibt der Saft jedoch weiß oder sehr hell.

Traditionell hat Blanc de Noir seine Wurzeln in Frankreich, insbesondere in renommierten Weinanbaugebieten wie der Champagne. Auch in Deutschland und anderen Weinregionen weltweit erlangt er zunehmend Beachtung. Dieser Wein ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich und bietet Weingenießern ein besonders differenziertes Geschmackserlebnis.

Es mag zunächst widersprüchlich erscheinen, weiße Weine aus roten oder schwarzen Trauben zu machen. Doch dieser faszinierende Prozess bringt in Weingütern bemerkenswerte Weine hervor. Die Kunst hierbei liegt darin, den Most der dunklen Trauben sanft zu pressen, sodass die Schalen, welche die Farbpigmente beinhalten, nur minimal mit dem Saft in Kontakt kommen. Dies führt zu einem klaren, hellen Qualitätswein oder Sekt, der durch die Komplexität und Tiefe der roten Trauben geprägt wird.

Die Besonderheiten von Blanc de Noir

Blanc de Noir Weine zeichnen sich durch eine besondere Raffinesse und Komplexität aus. Hier sind einige der hervorstechendsten Eigenschaften:

  • Klarheit und Reinheit: Trotz ihrer Herkunft von dunklen Trauben sind Blanc de Noir Weine kristallklar oder leicht golden.
  • Herstellung: Ein markantes Merkmal von Blanc de Noir ist, dass er aus roten Trauben hergestellt wird. Durch spezielle Fertigungstechniken gelingt es jedoch, den Wein farblich hell zu halten.
  • Besondere Aromen und Geschmacksnoten: Der Saft der Trauben gärt ohne langen Kontakt zur Traubenhaut, wodurch der Geschmack leicht und fein bleibt, oft mit subtilen Fruchtnoten und einer angenehmen Frische.
  • Vielseitigkeit: Blanc de Noir Weine können sowohl trocken als auch halbtrocken ausgeführt werden und passen hervorragend zu verschiedenen Anlässen und Speisen.

Geschichte und Entstehung des Blanc de Noir

Die Geschichte des Blanc de Noir ist eng verbunden mit der Entwicklung moderner Weintechnologien und der Weinproduktion. In der Champagne, einem der bekanntesten Herkunftsgebiete dieser Weine, wurde diese Technik bereits vor Jahrhunderten etabliert. Das Verfahren, weiße Weine aus roten Trauben zu erzeugen, wurde ursprünglich entwickelt, um die Diversität der Rebsorten und ihre Verwendungsmöglichkeiten zu erweitern.

Weinberge-in-Frankreich

Die Idee, aus roten Trauben Weißwein zu machen, war anfangs experimenteller Natur. Sie gewann jedoch schnell an Popularität, da die resultierenden Weine eine überraschend angenehme Leichtigkeit und aromatische Feinheit zeigten.

Im 18. Jahrhundert begann man in der Champagne, die roten Trauben der Sorten Pinot Noir und Pinot Meunier für die Schaumweinherstellung zu nutzen. Ziel war es, einen eleganten, hellen Wein zu kreieren, der die Kraft und Komplexität der roten Trauben einfängt, jedoch ohne die kräftige Farbe und Tannine, die typisch für Rotweine sind. Diese Technik verbreitete sich rasch und wurde auch in anderen Weinregionen angewendet.

Heutzutage ist Blanc de Noir in verschiedenen Ländern ein geschätzter Wein. Viele Winzer weltweit haben sich auf den anspruchsvollen Prozess der Blanc de Noir Herstellung spezialisiert. Dabei spielen nicht nur die Auswahl geeigneter Traubensorten eine Rolle, sondern auch das handwerkliche Geschick sowohl im Weinberg als auch im Keller.

Die Herstellung von Blanc de Noir

Der Prozess der Herstellung von Blanc de Noir ist ein feines Handwerk, das viel Geschick und Sorgfalt erfordert. Der Schlüssel liegt in der Bearbeitung der Trauben, um sicherzustellen, dass der Saft so wenig Kontakt wie möglich mit den Schalen hat. Hier sind die wesentlichen Schritte zusammengefasst:

Traubenlese und Verarbeitung

Die Trauben für Blanc de Noir werden sorgfältig von Hand gelesen, um Beschädigungen und eine zu schnelle Farbübertragung zu vermeiden. Nach der Ernte werden die Trauben sanft gepresst. Der austretende Saft ist klar oder nur leicht gefärbt, da die Farbstoffe hauptsächlich in der Traubenschale enthalten sind.

Gärung und Ausbau

Nach dem Pressen wird der Traubensaft in spezielle Behälter zur Gärung gefüllt. Die Gärung erfolgt ähnlich wie bei Weißweinen, oft in Edelstahltanks, manchmal auch in Holzfässern, um den frischen und fruchtigen Charakter des Weins zu erhalten.

Reifung

Die Reifung des Blanc de Noir kann sowohl in Stahltanks als auch in Holzfässern geschehen, je nach gewünscht Aromaprofil. Eine längere Reifung kann dem Wein zusätzliche Tiefe und Komplexität verleihen.

Blanc-de-Noir-im-Keller

Verwendete Rebsorten

Blanc de Noir wird aus verschiedenen roten Rebsorten gewonnen. Hier sind einige der häufigsten Sorten:

  • Pinot Noir: Diese edle Rebsorte ist besonders in der Champagne verbreitet und sorgt für elegante und komplexe Weißweine. Sie zeichnet sich durch feine, elegante Aromen aus und ist bekannt für ihre Fähigkeit, komplexe, strukturierte Weine zu erzeugen. Pinot Noir bringt oft Noten von roten Beeren, Kirschen und einen Hauch von Kräutern in Blanc de Noir Weine ein.
  • Pinot Meunier: Diese Sorte ist ebenfalls in der Champagne beheimatet und verleiht dem Blanc de Noir fruchtige und frische Aromen.
  • Spätburgunder: In Deutschland gilt der Spätburgunder als eine bevorzugte Wahl für Blanc de Noir Weine. Diese Sorte bietet ähnliche Eigenschaften wie der Pinot Noir, jedoch oft mit einer stärkeren Fruchtigkeit und Eleganz.
  • St. Laurent: Eine österreichische Rebsorte, die ebenfalls für Blanc de Noir genutzt wird und einen fruchtigen und frischen Charakter besitzt.
  • Merlot und Cabernet Sauvignon: Gelegentlich werden auch diese Rebsorten verwendet, besonders in wärmeren Regionen, wo sie dem Wein zusätzliche Tiefe und Komplexität verleihen können.

Geschmack und Aromen von Blanc de Noir

Blanc de Noir Weine zeichnen sich durch eine ausgeprägte Geschmackstiefe und ein breites Aromenspektrum aus. Der bemerkenswerte Geschmack ist geprägt von den Aromen der verwendeten roten Trauben. Aufgrund der kurzen Maischegärung ist die Farbintensität gering, doch die geringe Säure der Moste und der Ausbau im Holz führen zu ausdrucksstarken Weinen. Typische Aromen dieser Weine sind fruchtige Noten von Kirschen und Brombeeren, begleitet von einer feinen würzigen Note. Auch eine leichte Oxidation kann den Geschmack des Weins beeinflussen und ihm eine angenehme Nussigkeit geben.

Aromaprofil

Hier sind einige charakteristische Merkmale:

  • Fruchtige Aromen: In Blanc de Noir Weinen sind oft Aromen von roten Beeren zu finden, wie Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen. Diese fruchtigen Noten werden häufig durch einen Hauch von Zitrusfrüchten und Äpfeln ergänzt.
  • Blumige Noten: Je nach Rebsorte und Ausbau können auch blumige Töne wie Veilchen oder Rosen wahrgenommen werden.
  • Mineralität: Besonders bei Weinen aus kalkhaltigen Böden kann eine ausgeprägte Mineralität vorhanden sein, die dem Wein zusätzliche Frische und Komplexität verleiht.
  • Gewürze und Kräuter: Einige Blanc de Noir Weine zeigen subtile würzige und kräuterige Noten, die dem Wein Tiefe und Struktur geben.
  • Textur und Mundgefühl: Diese Weine besitzen oft eine seidige Textur mit einer angenehmen Säure, die für Frische sorgt. Bei Schaumweinen ist in der Regel eine feine Perlage vorhanden.

Geschmack

Im Geschmack präsentiert sich Blanc de Noir häufig frisch und lebhaft, oft mit einer angenehmen Säure, die für eine gewisse Spannung sorgt. Die Weine erscheinen leicht und elegant am Gaumen und können durch eine feine Cremigkeit ergänzt werden.

Verkostung-von-Blanc-de-Noir-Champagner

Perfekte Speiseempfehlungen für Blanc de Noir

Blanc de Noir ist ein äußerst flexibler Wein, der sich wunderbar mit unterschiedlichen Speisen kombinieren lässt. Hier sind einige Empfehlungen:

  • Fisch und Meeresfrüchte: Die frische und leichte Art des Blanc de Noir harmoniert hervorragend mit Fischgerichten, wie gegrilltem Lachs, Dorade oder Schalentieren wie Garnelen und Austern.
  • Geflügel: Leichte Geflügelgerichte wie Hähnchenbrust, Pute oder Ente passen ausgezeichnet zu den eleganten Noten dieses Weins.
  • Vegetarische Gerichte: Auch zu Salaten, Spargel oder anderen leichten Gemüsegerichten ist Blanc de Noir eine erstklassige Wahl.
  • Leichte Pasta-Gerichte: Weiße Saucen, Meeresfrüchte oder Gemüse-Pasta stellen ideale Begleiter dar.
  • Käse: Ein cremiger Ziegenkäse oder andere milde Käse ergänzen den Geschmack von Blanc de Noir optimal.

Fun Facts

  • Wusstest Du, dass es in Frankreich gesetzliche Vorgaben dafür gibt, wie hell ein Blanc de Noir Wein sein darf? Er darf nicht dunkler als Pinot Blanc sein.
  • 2016 wurde in Deutschland eine Flasche Blanc de Noir Champagner für 30.000 Euro versteigert.
  • Der Blanc de Noir wird manchmal als phänomenale Entdeckung bezeichnet, due er durch einen "Fehler" bei der Herstellung entstanden ist.

Wissenswertes

  • Ursprung: Blanc de Noir hat seine Wurzeln in der Champagne.
  • Beliebtheit: Besonders geschätzt ist dieser Wein in Frankreich und Deutschland.
  • Anbaugebiete: Neben der Champagne gibt es auch bedeutende Anbaugebiete in Deutschland und anderen Weinbauländern.
  • Technik: Der Blanc de Noir Wein steht für das Können des Winzers, der ein hervorragendes Timing bei der Entfernung der Beerenhäute benötigt. Die Herstellung erfordert präzises handwerkliches Können, da eine unkontrollierte Farbübertragung schnell zu unerwünschten Ergebnissen führen kann.
  • Vielfalt: Blanc de Noir kann sowohl als stiller Wein als auch in Form von Schaumwein hergestellt werden.
  • Klimatische Bedingungen: Die besten Resultate erzielen Winzer oft in kühleren Klimazonen.
  • Haltbarkeit: Diese Weine sind in der Regel nicht für eine lange Lagerung gedacht und sollten jung getrunken werden.
  • Vielfalt der Aromen: Von Zitrusfrüchten über rote Beeren bis hin zu floralen Noten bietet Blanc de Noir eine große Geschmacksvielfalt.
  • Rarität: Blanc de Noir wird oft in kleineren Mengen produziert, weshalb er manchmal schwer zu finden ist.
Wissenswertes zu Blanc de Noir
Was ist der Unterschied zwischen Blanc de Blancs und Blanc de Noir?
Blanc de Blancs werden ausschließlich aus weißen Trauben hergestellt. Während Blanc de Noir aus dunklen Trauben gekeltert werden. Der Hauptunterschied liegt also in der Farbe der Trauben.
Welche Rebsorten sind für die Herstellung von Blanc de Noir Weinen geeignet?
Generell sind alle dunklen Rebsorten wie Spätburgunder, Cabernet Sauvignon oder Merlot geeignet. Der bekannteste und am häufigsten verwendete ist jedoch der Spätburgunder.
Wie sollte ein Blanc de Noir Wein serviert werden?
Der Wein sollte bei einer Temperatur von 10-12 Grad Celsius serviert werden. Er sollte etwa 30 Minuten vor dem Genuss geöffnet werden, damit er seine Aromen voll entfalten kann.
Ist Blanc de Noir immer ein trockener Wein?
Nein, es gibt auch halbtrockene oder süße Varianten von Blanc de Noir Weinen. Es kommt immer auf die individuelle Herstellungsweise des Winzers an.
Wie lange ist ein Blanc de Noir Wein haltbar?
Das hängt von der Qualität des Weines ab. Jedoch können Blanc de Noir Weine meist bis zu 5 Jahre gelagert werden. Bei hochwertigen Jahrgängen können sie sogar länger reifen.
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