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Remi Jobard - modernes, anderes Burgund
Remi Jobard - hinter diesem Namen stehen Weine aus der traditionsreichen Region Burgund, welche nach biodynamischen Anbauprinzipien hergestellt werden. Das Weingut befindet sich im Weindorf Meursault, welches für seine Weißweine bekannt ist. Typisch für das Burgund sind viele Weinberge klassifiziert, alleine 18 verschiedene Premier-Cru-Lagen befinden sich in der Gemeinde. Eine Grand-Cru-Lage sucht man hier vergebens, warum dies so ist und nie eine klassifiziert wurde, weiß man auch in der Weinwelt nicht so genau. Nichtsdestotrotz findet man hier ideale Anbaubedingungen für Topweine, und die produziert auch Remi Jobard. Entgegen vieler Winzer hat er sich jedoch dafür entschieden, alte Traditionen etwas aufzubrechen, aber ohne die Qualität leiden zu lassen.

Das Terroir der Weinberge von Remi Jobard
Die Böden in Meursault (so wie an vielen Stellen im Burgund) sind stark von Kalkstein geprägt. Die Bodenauflage jedoch unterscheidet sich beträchtlich, und so variieren die Weine in der Gemeinde auch von Parzelle zu Parzelle im Charakter beträchtlich. Gemein ist ihnen jedoch der mineralische Charakter, der die Weißweine der Region auszeichnet.
Die Rebsorte der Wahl ist Chardonnay, eine der großen und edelsten Weißweinrebsorten und Pinot Noir für die edlen Rotweine. Die Parzellen mit diesen Reben befinden sich bei Remi Jobard auf verschiedenen Premier-Cru-Lagen in der Gegend von Meursault, beispielsweise auf:
- Les Vignes Rondes, 1er Cru unterhalb des Ortes Monthelie, Lehm-Kalkboden
- Les Santenots, zwischen Volnay und Meursault gelegen, zählt gebietstechnisch zu letzterem. Steinige, kalkige Böden mit hohem Eisengehalt. Besonderheit: Pinot Noir wird als Volnay gelabelt, Chardonnay als Meursault
Einige der Parzellen von Remi Jobard zeichnen sich zudem durch sehr alte Reben aus, aus der er seine Vielles Vignes-Weine produziert. Zu nennen sind hier beispielsweise die Lagen Les Chevalières mit Reben aus dem Jahr 1940 und die erste Lage Le Pouruzot-Dessus, welche 1944 zuletzt bepflanzt wurde.
Seit 1994 bewirtschaftet Remi das Weingut, 2008 begann er mit der ökologischen Zertifizierung seiner Weinberge, welche 2011 abgeschlossen wurde. Die Ausrichtung des Weinguts auf biodynamische Bewirtschaftung ist der nächste Schritt, welchen er aktuell geht.

Im Keller von Remi Jobard - ursprünglich und direkt
Im Keller setzt Remi Jobard eher auf Beobachtung anstatt aktiven Eingriff. In seinen Augen ist das Ausgangsmaterial so gut, dass ein Herumbasteln am Wein ihn viel zu sehr schaden würde, anstatt ihn natürlich zu belassen. Dementsprechend ist er auch kein Freund von kurzfristigen Modeerscheinungen in der Weinwelt, für welche er seine Weine verbiegen müsste.
Werden im Burgund recht oft kleine Piècefässer verwendet, welche durch das starke Toasting viele Röstaromen in den Wein geben, geht Remi Jobard dies zaghafter an. Anstatt auf die kleinen Fässer mit ca. 228 l Fassungsvermögen setzt man im Keller auf Tonneaux und Fuder, die um die 600 Liter fassen und von der österreichischen Fassbinderei Stockinger stammen. Auch der übliche hohe Anteil an neuem Holz wird zurückgefahren, nur ein Fünftel wird pro Jahrgang erneuert. Dadurch werden der Schmelz, Gerbstoffe und die Röstaromatik der Weine zarter, die Mineralik tritt deutlicher in den Vordergrund.
Weitere Informationen zu Remi Jobard
| Anschrift | |
|---|---|
| Firmenname: | Domaine Remi Jobard |
| Straße: | 12 Rue Sudot |
| Ort: | 21190 Meursault |
| Land: | FR |
| Region: | Burgund |
| Kontinent: | Europa |
| Wein | |
| Anbaumethoden, Bewirtschaftung: | biodynamisch |